Fortbildung

Fortbildungen zur Präventionvon sexueller Gewalt im Erzbistum Hamburg

Wissen schafft Sicherheit

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein aktuelles Thema, das  in der Arbeit mit Heranwachsenden immer wieder begegnen kann. Nicht nur Betroffene von  lange Jahre zurückliegenden sexuellen Übergriffen wenden sich Hilfe suchend an die Verantwortlichen, sondern auch Kinder, Jugendliche oder Angehörige von Betroffenen, die aktuell sexualisierte Gewalt erfahren. Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für alle haupt und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind ein wesentlicher Baustein der institutionellen Prävention. So wird die Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen „…integraler Bestandteil der Aus- und Fortbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der ehrenamtlich im kinder- und jugendnahen Bereich Tätigen.“ In den Präventionsschulungen werden umfangreiche Informationen zum Thema „Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ vermittelt, die zur Handlungssicherheit beitragen.

Kein Generalverdacht, sondern Handlungssicherheit
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Beziehungsarbeit. Mitarbeiter/innen und ehrenamtlich Tätige sind durch ihre Tätigkeit Bezugsperson für die jungen Menschen. So kann es geschehen, dass ein Kind bzw. ein Jugendlicher den Mut fasst, sich einem Erwachsenen in einer Notsituation anzuvertrauen. Andere Kinder senden versteckte Signale aus, weil sie sich nicht trauen zu erzählen, was ihnen passiert (ist), oder sie haben keine Worte für diese Erfahrungen. In den Schulungen bekommen die Teilnehmer Handlungsempfehlungen und Verfahrenswege aufgezeigt, wie sie angemessen reagieren können, wenn sie von einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt erfahren oder diesen vermuten.

Sicherheit durch Entschlossenheit

Durch das offene Ansprechen dieses Themas in den Gemeinden signalisieren alle dort Tätigen, dass sie entschlossen handeln. Mit den Fortbildungen wird vermittelt, dass uns der Schutz der Kinder und Jugendlichen am Herzen liegt und dies als selbstverständlichen Auftrag unseres Tuns betrachten. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, mögliche Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen um konsequent handeln zu können. Durch eine bewusst gelebte Kultur der Achtsamkeit werden die Kinder und Jugendliche darin gestärkt, sich gegen sexualisierte Gewalt zur Wehr zu setzen. Somit wird größtmögliche Sicherheit in allen kirchlichen Einrichtungen hergestellt.

Vertrauen sichern
In den Präventionsschulungen geht es um eine intensive Beschäftigung mit einem angemessenen Umgang von Nähe und Distanz in der Arbeit mit Minderjährigen. Durch das Wissen und die Handlungssicherheit, wird den Eltern vermittelt, dass Ihr Kind in den kirchlichen Einrichtungen gut aufgehoben ist und die Verantwortlichen sich um das Wohl des Kindes sorgen. Eltern vertrauen uns das Wertvollste an, was sie haben: Ihr Kind!

Diesem Vertrauen wollen wir gerecht werden!