Herzlich Willkommen

Fachstelle Kinder- und Jugendschutz

Herzlich Willkommen auf den Seiten der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Erzbistum Hamburg.

Die katholische Kirche hat sich seit dem Bekanntwerden unzähliger Fälle von sexuellen Missbrauch von Kinder und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtung den aktiven Schutz und die Stärkung der Rechte von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen zum ausdrücklichen Ziel gemacht.  Es geht um die  konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse der Vergangenheit innerhalb des Erzbistums Hamburg und der katholischen Kirche in Deutschland. Darüber hinaus geht es darum, die Prävention von sexuellen Missbrauch heute in allen kirchlichen Einrichtungen zu initiieren, zu koordinieren und beratend zu begleiten.

Um die beschriebenen Ziele zu verwirklichen, bedarf es einer breiten institutionellen Verankerung der Präventionsarbeit. Seit ihrer Gründung in 2011 werden in der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz alle Aufgabenbereiche gebündelt, die für die Aufarbeitung von sexuellen Missbrauch in der Vergangenheit und für die institutionelle Prävention zukünftig notwendig sind.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu den Themenbereichen:

  • Ansprechpartner für betroffene Menschen
  • Prävention von sexueller Gewalt in kirchlichen Einrichtungen
  • Was ist sexuelle Gewalt? Eine Begriffsbestimmung
  • Innerkirchliche und staatliche gesetzliche Regelungen und Ordnungen
  • Informationen zu externen Fachberatungsstellen
  • Weiterführende Links
  • Allgemeine Informationen zu Veröffentlichungen

Schutzkonzept Generalvikariat

Die Ordnung zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Erzbistum Hamburg sieht die Erarbeitung und Umsetzung von Schutzkonzepten vor.

Generalvikar Thim: „Kinder und Jugendliche müssen die Kirche als sicheren Ort erleben können. Ein wichtiger Baustein, der dazu beiträgt, ist die Entwicklung von Schutzkonzepten. Jeder Träger, jede Einrichtung und jede Pfarrei unseres Erzbistums ist dazu verpflichtet – auch wir im Generalvikariat.“

Damit dies gelingt und professionell begleitet wird, hat Generalvikar Thim Frau Carmen Kerger-Ladleif zur Ansprechperson für die Schutzkonzeptentwicklung im Erzbistum Hamburg ernannt. Frau Kerger-Ladleif übernimmt damit gleichzeitig die Projektleitung für die Entwicklung des Schutzkonzeptes im Generalvikariat.

Frau Kerger-Ladleif ist durch Ihre Arbeit im Erzbistum Hamburg bereits bekannt. Sie begleitet als externe Beraterin schon seit vielen Jahren die Präventionsarbeit des Erzbistums und die Arbeit der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz.

Frau Kerger-Ladleif ist Erziehungswissenschaftlerin, Buchautorin, Referentin, Fachberaterin und Supervisorin. Sie begleitet seit fast 30 Jahren Menschen und Institutionen, die mit sexualisierter Gewalt konfrontiert wurden. Die Entwicklung und Implementierung von Schutzkonzepten in Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Behinderten-, Alten- und Flüchtlingshilfe ist einer ihrer aktuellen Arbeitsschwerpunkte.

Derzeit werden Rahmenschutzkonzepte für die Pfarreien erarbeitet. Die Rahmenschutzkonzepte für die katholischen Schulen, für die Angebote des Jugendreferates und Jugendverbandsarbeit sind fertig und werden in Kürze veröffentlicht.

 


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Schweigebruch

Vom sexuellen Missbrauch zur institutionellen Prävention

Die Erkenntnis und das öffentliche Eingeständnis, dass in der katholischen Kirche in Deutschland sexueller Missbrauch Minderjähriger stattgefunden hat, hatte 2010 inner- wie außerhalb der Kirche eine tiefe Erschütterung und Verstörung zur Folge. Viele zeigten sich zutiefst erschrocken über das tatsächliche Ausmaß des sexuellen Missbrauchs und über das systemische Versagen der verantwortlichen Leitungen im Umgang mit dem Thema, insbesondere mit den betroffenen Frauen und Männern und ihren Angehörigen.

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Pressekonferenz – Buchpräsentation


5 Jahre danach

(Quelle/Erstveröffentlichung: Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“ 66(2015) 65-70)

Der lange Weg des Perspektivenwechsels im Skandal des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche.

Es ist fünf Jahre her, dass der damalige Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes SJ, sich mit einem Brief an ca. 600 Personen der Abiturjahrgänge 1975 bis 1983 wandte. Von diesen Personen musste er nach einem Gespräch mit drei Betroffenen annehmen, dass sie ebenfalls als Jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs an der Jesuiten-Schule geworden waren. Die drei Betroffenen hatten ihn ausdrücklich mandatiert, zu handeln. Mit der öffentlichen Wahrnehmung und der gesellschaftlichen wie innerkirchlichen Empörung begann 2010 in Deutschland einer der größten Skandale um die katholische Kirche, der diese veranlasste, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen.

Mary Hallay-Witte und Dr. Bettina Janssen

Den Artikel können Sie hier komplett lesen.